Posted in August 2006

Schweizer investieren in Hitflip

Wie im Hitflip-Blog berichtet, führt Hitflip gerade eine Kapitalerhöhung durch.

Unter den neuen Investoren sind auch Schweizer:

  1. Brains-to-Ventures aus St. Gallen
  2. Dr. Hansruedi Heeb (Gründer von esmertec)
  3. Peter Schüpbach (sein Blog-Beitrag über Hitflip)

Gemäss der Pressemitteilung fliesst ein siebenstelliger Betrag (d.h. >1 Mio und <10 Mio) in Hitflip, primär für Marktdurchdringung und Internationalisierung. Ich freu mich für die Hitflip-Jungs (insbesondere Andre, mit dem ich schon seit einiger Zeit Kontakt pflege) und finde es toll, dass nun auch die Schweiz einen Einfluss auf Hitflip hat. Und schade, dass ich nicht im Geld schwimme und nicht ein namhafter Investor bin, sonst wär ich auch gerne mit von der Partie :-).

Wird der nächste Finanzierungsschritt bereits Venture Capital sein? Wird Hitflip irgendwann von eBay gekauft? Oder hofft man auf Bubble 2.0 und vielleicht sogar einen IPO? Oder kaufen sich die Gründer die Anteile später wieder zurück? In 5 Jahren wissen wir mehr :-).

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Von Bubble 1.0 Traumatisierten und Bubble 2.0

Manch ein Bubble 1.0 Beobachter (oder Traumatisierter) philosophiert bereits über den Start und die Ausmasse einer möglichen Bubble 2.0 (so auch z.B. gründerszene).

Bei Swissventures hab ich einen guten Spruch dazu gefunden (datiert vom 29.11.2005):

Except for Google’s share price, this looks a lot more like hype around Web 2.0 than a bubble.

It is not a bubble until taxi drivers start giving hot stock tips, dontcha know.

Ganz witzig zu lesen ist der Bubble 2.0 Blog und insbesondere die berühmt gewordene Bubble 2.0 Meme Map.

Doch bevor man sich in die Bubble 2.0 Schlacht begibt, sollte man nicht vergessen, mindestens seinen gesunden Menschenverstand ins Handgepäck zu nehmen (obwohl das in der Hitze des Gefechts ja schnell mal vergessen geht; ich erinnere mich da auch selbstkritisch an meinen eigenen Börsenhype zu Bubble 1.0 Zeiten als gerade mal 16 Jähriger Schüler – ich habe nämlich regelmässig Telebörse geschaut und jeden IPO hochinteressiert mitverfolgt und für meine Verhältnisse viel Geld in Firmen gesteckt, bei denen ich gerade mal den Namen kannte und sonst nichts).

Ausserdem empfiehlt Valerie Thompson in diesem Zusammenhang Startup.com (nochmals) zu schauen. Da ich den Film noch nicht gesehen habe, werde ich mir gleich eine Kopie bestellen (gesagt, getan für etwas über $20 inkl. shipping :-).

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Neues Blogroll-Futter Made in Switzerland

William hat mich auf ein paar coole Blogs aufmerksam gemacht, die sich so wie Chuchichäschtli der Schweizer Unternehmer-Szene zuwenden und nun Teil meiner Blogroll sind:

  1. http://blog.inno-swiss.com
  2. http://swissventures.blogspot.com
  3. http://swisshightech.blogspot.com

Das zeigt wieder mal: Ich kenne mich in der Schweizer Blogosphäre einfach noch zu wenig aus :-). Weitere Tipps sind herzlich willkommen. Wäre doch schön, wenn wir uns untereinander ein bisschen besser vernetzen könnten.

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Rückblick auf 1994

Witzige Berichterstattung aus dem Jahre 1994 über ein Phänomen namens “Inter-Net”:

[flash]http://youtube.com/watch?v=0YjRCYYuu4Q[/flash]

Kennt jemand vielleicht noch andere solche Berichterstattungen? Vielleicht über die Anfänge des E-Commerce? Ich finde es immer wieder interessant, ein wenig in der Geschichte herumzuschwelgen und zu sehen, aus welcher Perspektive damals die Dinge gesehen wurden. Ganz nach dem Motto “thinking out of the box”.

(via Fark)

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Jajah, LinkedIn und Co. an Startup Success 2006

Interessante Podiumsdiskussion mit Gründern von Jajah, LinkedIn, Photobucket, JotSpot und PNN moderiert von Guy Kawasaki:

[flash]http://video.google.com/videoplay?docid=2401538119328376288[/flash]

Highlights:

  1. Geschichte wie Jajah von Sequoia Capital finanziert wurde
  2. Beispiel eines Premium-Service von Jajah
  3. Interessante CNN-Studie: 19% der Amerikaner glauben sie seien unter den Top 1% Verdienern (und weitere 20% glauben, sie würden irgendwann unter den Top 1% Verdienern sein) [eine kritische Würdigung dieser Studie findet sich bei Andrew Eggers]

Fazit:
Besonders interessant fand ich Daniel Mattes von Jajah (seine Geschichten sind cool), Reid Hoffman von LinkedIn (er war früher bei PayPal dabei) und Joe Kraus von JotSpot (Gründer von Excite). Die Podiumsdiskussion war ganz interessant, die Fragen des Publikums kann man sich aber schenken. Von allen vorgestellten Unternehmen macht Jajah auf mich den besten Eindruck. Irgendwie spüre ich dort das gewisse “Etwas”, das ich bei den anderen nicht spüre. Über Jajah hab ich bereits bei Ayom geschrieben.

Update:
Obwohl mich Jajah offenbar nicht als Kunden haben will (trotz Schweizer IP wurde ich zu Hause als Slowake eingeordnet ohne dass man die Ländereinstellung ändern kann [hint 1: Ländereinstellung sollte änderbar sein] und trotz richtiger Ländererkennung im Büro wurde meine korrekt eingetippte Telefonnummer als falsch bezeichnet und mir die Registrierung verweigert [hint 2: Telefonnummerüberprüfung korrigieren]). Trotz zahlreicher Anmelde-Versuche hats irgendwie geklappt und ich bin nun begeisterter Jajah-Nutzer :-). Und aus Marketingsicht find ich das standardmässig aktivierte Feature “Automatisch Freunde einladen” sehr clever (obwohl es aus Benutzersicht mit der Zeit sicherlich nerven wird).

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Schweizer Mashup Velyoo

VelyooEin paar mal bin ich jetzt schon über Velyoo gestolpert. Es handelt sich um ein Mashup der von Ricardo.ch, eBay.ch und eBay.de (kombiniert mit Karten-Diensten wie map.search.ch und goyellow.de). Z.B. das Feature “In meiner Nähe” ist eine interessante Kombination. Der Name und das Design der Produkdarstellung gefallen mir sehr gut, auch wenn der Name fast schon ein wenig zu verspielt wirkt.

Geld verdient wird mit den Affiliate Programmen der Auktionshäuser.

Der Mashup-Blog von Velyoo ist auch ganz interessant zu lesen. Dort werden einige (technischen) Hintergründe erklärt.

Welche Ambitionen hinter Velyoo stecken hab ich bisher noch nicht herausfinden können. Im Handelsregister ist unter diesem Namen jedenfalls noch nichts zu finden. Vielleicht handelt es sich ja nur um einen Versuch, denn das Blog heisst “Erfahrungen und Selbstversuchsreihen mit MashUps”.

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Rätselraten um neuen openBC-Namen

Sowohl die Börsengerüchte (ist das der Startschuss zur Bubble 2.0 an den europäischen Finanzmärkten?) als auch der geplante Namenswechsel sind bisher an mir vorbeigegangen (siehe z.B. Kolja). Da ich ein Markenfetischist bin, interessiert mich primär der Namenswechsel.

WirtschaftsWoche: Warum heißt das Unternehmen OpenBC? Ist das nicht ein Widerspruch zwischen freiem Zugang und der Abgeschlossenheit eines Businessclubs?

[Lars Hinrichs] Ehrlich gesagt: Mir ist nichts Besseres eingefallen. Doch der Name wird sich ändern. Er wird kürzer, internationaler. In englischsprachigen Ländern steht BC für Before Christ und open wird oft als unsicher wahrgenommen. Wir müssen einen Global Brand aufbauen. Ich werde die Kunden mit auf eine Reise der Umbenennung nehmen. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen.

(Quelle: wiwo.de)

Ich finde die Entscheidung eines Namenswechsels und des Aufbaus eines Global Brands sehr mutig, aber grundsätzlich richtig und vielversprechend. Denn ich erinnere mich an meine ersten Besuche im Jahre 2003. Der Namen „openBC“ hat einen sehr unsympathischen Eindruck auf mich hinterlassen. Er wirkte genau im Stil von „Mir ist nichts Besseres eingefallen“ eher lieblos und auch der „Club“ im Namen hat mich zu Beginn sehr misstrauisch gestimmt (da ich das Gefühl hatte, mich wolle man in einen Club hineinziehen, in den ich nicht hineinwill). Dies war auch der Grund, warum ich mich nicht sofort angemeldet und bis Januar 2004 zuwartete.

Wie könnte der neue Name aussehen? Ich tippe auf einen 4 oder 5 buchstabigen Namen mit 1-2 Silben im Stil von „Skype“ oder “Jajah”, d.h. ein völlig neu erfundenes Phantasiewort. Andere Kriterien dürften sein: Einzigartigkeit (ich glaube nicht an einen Web 2.0 Namen im Stil von Networkr), Aussprechbarkeit in allen Sprachen und Nichtvorhandensein ähnlicher Markeneintragungen.

Das Budget für den neuen Namen schätze ich auf einen 6 bis 7 stelligen Eurobetrag. Vor allem die globale Markenrecherche, globale Markeneintragungen und allfällige Domainkäufe (vielleicht kauft man sich ja auch einen knackigen 3-Buchstaber zusammen?) dürften das Portemonnaie belasten.

Ich freu mich auf einen knackigen europäisch-globalen Internetbrand und auf die bevorstehende “Reise der Umbenennung” (von der ich allerdings bisher noch nichts mitbekommen habe). Ganz cool wäre natürlich, wenn man den neuen Namen zusammen mit den Kunden kreieren würde. Aber ich stelle mir das extrem schwierig vor.

Ich wünsche dem Management viel Kreativität und empfehle ansonsten nochmals ausdrücklich Brainstore ;-)

PS: In diesem Zusammenhang empfehle ich noch das E-Book How to select and buy an elite domain name von Steve Baba (sehr gute Zusammenfassung der Themen “Domainmarkt” und “Namensgebung”). Die “Fortune 500 Blank Check Method” von Seite 50 ist eine Möglichkeit, wie so ein grosses Namensprojekt ablaufen könnte.

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Was zum Teufel ist ein Küchenkasten?

Da der Name dieses Blogs für manche (zurecht) sehr verwirrend ist, verweise ich gerne auf folgenden Beitrag von Blogwiese:

Was ist ein Küchenkasten? – Rätsel um ein Schweizerdeutsches Wort

Die Analyse geht recht tief. Wirklich relevant ist wohl folgende Passage:

9. (südd., österr., schweiz.) Schrank:
hohe Kasten mit vielen flachen Schubfächern und beschriebenen Zetteln standen in seinem Zimmer (Musil, Mann 342); Waltner macht Ihnen alle Kästen …, denn Waltner ist nicht nur Möbelhändler, sondern auch Möbelerzeuger (Vorarlberger Nachr. 22. 11. 68, 3).

Damit klärt sich das Rätsel um den „Küchenkasten“. Nur in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz ist das Wort als Synonym für „Schrank“ gebräuchlich. Im Norden kennt das wieder kein Schwein.

Wir sind dem Mysterium also definitiv auf der Spur :-).

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Chuchichäschtli-Werbespot zu später Stunde

Ein Kollege und ich wollten gestern den ersten Video-Beitrag für Chuchichäschtli produzieren. Da uns keine guten Interview-Fragen eingefallen sind, haben wir kurzum einen kleinen Werbespot gedreht. Sorry für die schlechte Bildqualität, ich habe den Nachtmodus bei meiner neuen Kamera noch nicht gefunden :-).

[flash]http://sevenload.de/videos/LTzZWVX[/flash]

PS: Um eine gewisse Einzigartigkeit zu wahren werden auch zukünftige Video-Beiträge auf Schweizerdeutsch produziert. An die deutschen Kollegen: Ich hoffe Ihr versteht es wenigstens halbwegs ;-).

PPS: Wir waren hier am Chill am Rhy (sehr zu empfehlen, weil chillige Atmosphäre)

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Brainstore: Schweizer Ideenfabrik

Seit langer Zeit bin ich nun Fan von Brainstore. Als Schüler wars ein super gut bezahlter Nebenjob (>30 CHF/Stunde), und als Unternehmer habe ich schon sehr stark von meinen Brainstore-Erfahrungen profitiert.

Was ist Brainstore?
Brainstore ist eine Ideenfabrik. Mit einem fix definierten Prozess werden Ideen produziert, und zwar industriell, d.h. nicht zufällig, sondern ganz bewusst auf ein Enddatum und auf ein spezielles Ziel hin. D.h. der Zufall spielt im Prozess keine Rolle, denn die grobe Idee ist es, mit schierer (gelenkter) Quantität eine tolle Qualität zu erzwingen.

Der grobe Prozess sieht so aus
1. Tausende Inspirationen (= Ideenschnipsel) zusammentragen (und zwar mit Teams bestehend aus Insidern, Outsidern und Experten)
2. Ideenschnipsel bewerten
3. So lange verdichten und kombinieren, bis am Ende 5-10 Alternativen zur Auswahl stehen, die alle die Kriterien erfüllen

Die Referenzen können sich sehen lassen: Coca-Cola, DuPont, General Motors, GreenPeace, Microsoft, Unilever, WWF etc. Auch die Press-Coverage ist ganz ordentlich (u.a. TIME Magazine). Unterdessen ist das 1989 gegründete Unternehmen ein Millionen-Business geworden, welches man sicher noch stärker skalieren könnte.

Warum ich Euch das erzähle?
Die Idee ist genial und die industrielle Ideenproduktion funktioniert ausgesprochen gut. Ich habe das Buch der Gründerin gelesen und seither begleitet mich Brainstore bei jedem Ideenprojekt im Unternehmen. Durch Brainstore habe ich gelernt, dass man auf gute Ideen nicht warten muss, sondern dass man sie erzwingen kann (mit dem entsprechenden Aufwand). Ich habe den Brainstore-Prozess bereits bei zwei Namensgebungen von Projekten angewendet und bin mit dem Ergebnis (Ayom & Parlaris) sehr zufrieden.

Mehr Infos zu Brainstore gibts in der offiziellen Dokumentation.

In diesem Sinne wünsche ich gute Ideen und viel Spass bei der industriellen Ideenproduktion :-).

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