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Film Startup.com: Die Lehren aus govWorks.com

kaleil

Wie beim Bubble-Beitrag geschrieben, hab ich den Startup.com Film bei Amazon bestellt. Ich habe den Film zwischenzeitlich zweimal geschaut, um ihn richtig zu verstehen. Beim ersten Durchlauf hab ich noch geglaubt, dies sei eine fiktive Pseudo-Dokumentation. Doch die Making-Of Story hat mich eines Besseren belehrt. GovWorks hat offenbar tatsächlich existiert, obwohl ich noch nie davon gehört habe (siehe Timeline des Unternehmens).

Kurzzusammenfassung:
- Idee: Mit eGovernment-Plattform und Börsengang innert Rekordzeit zum Milliardär werden und mit dem Dokumentarfilm Geschichte schreiben.
- Finanzierung: $60 Mio Venture Capital
- Mitarbeiter: Innert eines Jahres auf über 200 Leute gewachsen
- Konkurrenz: War schneller und besser
- Umsatz: Minimal –> VCs drehten nach Platzen der Blase Geldhahn zu
- Filmmaterial: Mehrere hundert Stunden Dokumentation während des Aufbauprozesses (mit Zustimmung der Gründer). Der Film sollte den “IPO” als Happy-End haben, endete letztendlich im Bubble 1.0 Crash ;-).

Learnings:
- Immer zuerst Prototypen erstellen und Prove-of-Concept bieten
- Das Geschäftsmodell sollte von der ersten Sekunde weg Umsatz generieren
- Aufnahme von Risikokapital nimmt viel Management-Ressourcen in Anspruch
- Gute Kontakte sind das A und O
- Business und Privates sollte man bestmöglichst trennen
- Das Management sollte eine klare Linie und eine klare Struktur haben (nicht jeder kann CEO sein)
- Das Entwickler-Team sollte gut ins Unternehmen integriert werden
- Ein Termin beim Präsidenten ist kein Garant für Erfolg ;-)

Weitere Links:
- Bei m-e-x.de gibts noch mehr Infos zum Film
- Govworks.com bei Archive.org

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Von Bubble 1.0 Traumatisierten und Bubble 2.0

Manch ein Bubble 1.0 Beobachter (oder Traumatisierter) philosophiert bereits über den Start und die Ausmasse einer möglichen Bubble 2.0 (so auch z.B. gründerszene).

Bei Swissventures hab ich einen guten Spruch dazu gefunden (datiert vom 29.11.2005):

Except for Google’s share price, this looks a lot more like hype around Web 2.0 than a bubble.

It is not a bubble until taxi drivers start giving hot stock tips, dontcha know.

Ganz witzig zu lesen ist der Bubble 2.0 Blog und insbesondere die berühmt gewordene Bubble 2.0 Meme Map.

Doch bevor man sich in die Bubble 2.0 Schlacht begibt, sollte man nicht vergessen, mindestens seinen gesunden Menschenverstand ins Handgepäck zu nehmen (obwohl das in der Hitze des Gefechts ja schnell mal vergessen geht; ich erinnere mich da auch selbstkritisch an meinen eigenen Börsenhype zu Bubble 1.0 Zeiten als gerade mal 16 Jähriger Schüler – ich habe nämlich regelmässig Telebörse geschaut und jeden IPO hochinteressiert mitverfolgt und für meine Verhältnisse viel Geld in Firmen gesteckt, bei denen ich gerade mal den Namen kannte und sonst nichts).

Ausserdem empfiehlt Valerie Thompson in diesem Zusammenhang Startup.com (nochmals) zu schauen. Da ich den Film noch nicht gesehen habe, werde ich mir gleich eine Kopie bestellen (gesagt, getan für etwas über $20 inkl. shipping :-).

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