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XING AG replaced OPEN Business Club AG

Didn’t I tell you?

In Europa wird es vermutlich eine Weile dauern, bis man sich an XING gewöhnt hat. Auch wenn es in Europa (und insbesondere Deutschland) bestimmt die einen oder anderen Aufschreie geben wird, wage ich folgende Hypothese: In 12 Monaten wird “XING” nicht nur so normal sein wir “openBC”, sondern auch so normal wie Google, Yahoo oder eBay. Gerne bin ich bereit, in einem Jahr dieses Thema nochmals aufzugreifen.

Now it’s official: Bye bye OPEN Business Club AG, welcome XING AG

And to even more recapitulate:

Warum XING in meinen Augen besser ist als openBC:
1. Es ist ein Phantasiename, der sich beliebig neu assoziieren lässt
2. Er ist kürzer (glaubt mir, Ihr werdet die 4 Buchstaben lieben)
3. Er eröffnet neue Wachstumschancen in den USA und in Asien (wo “openBC” ja bekanntlich nicht so gut geeignet war)

In my brain, point one was done a couple of months ago. The new association (XING = business social network & address-book 2.0) is wired in my brain and the term "openBC" is deleted. Point two is awsome, I really love the shortness of the 4 letters. Point three seems to be on the way.

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Remo meets XING

During my next07 visit in Hamburg I finally had a chance to meet Lars and Daniela in person and visit the XING offices at the famous "Gänsemarkt".

And of course I shot a little video podcast with Lars and apologized officially for all the troubles I caused. Now my conscience feels relieved and we’re best friends :-).

Link: sevenload.com

Thanks Lars for the invitation and the very nice diner on Wednesday.

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Hat Lars ein bisschen zu tief ins Glas geXINGt?

Dass XING nun live ist, muss ich ja wohl niemandem mehr erzählen.

Viel lustiger finde ich jedoch das “I didn’t find any bug“-Interview mit Lars Hinrichs im Vorfeld des Relaunches:

[flash]http://sevenload.de/videos/FeloM1R[/flash]

War da vielleicht ein bisschen zu viel XING im Spiel?

Prost… äh XING zum Relaunch!

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openBC/XING-Börsengang steht vor der Tür

Gerade wurde ich von einem Schweizer openBC-Investor per Email auf folgende News aufmerksam gemacht, die sicher bald die Runde machen wird: OPEN Business Club AG plant Börsengang

Key Facts:
- Der Börsengang soll innerhalb der nächsten 6 Monate stattfinden (abhängig von der Entwicklung auf dem Kapitalmarkt = Timing)
- Die Aktien sollen sowohl in Deutschland als auch der Schweiz angeboten werden
- Gewisse XING-Mitglieder sollen eine bevorrechtigte Zuteilung erhalten (abhängig von Dauer der Mitgliedschaft und Status). Mehr Infos dazu soll es in Kürze unter corporate.openbc.com/de geben.

Stimmen:
-
Geschafft! von Peter Schüpbach
- Fischmarkt
- Golem

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Der grosse Markenreport aus den USA

Bei meinem kürzlichen US-Aufenthalt in Washington und New York sind mir einige Marken besonders aufgefallen.

Cingular

Cingular hat sich zur Lieblingsmarke meines Aufenthalts gemausert. Vor allem das grafische Element finde ich sehr sympathisch:

Cingular

Fiji-Mineralwasser

Die Mineralwasserindustrie muss das Eldorado (oder der Alptraum?) für Markenmacher sein. Kaum wo anders kann man sich auf Produktebene so schlecht unterscheiden wie bei Wasser. Deshalb spielen Marken eine grosse Rolle (da sie nebem dem Preis und dem Flaschendesign eine dritte wichtige Orientierung bieten). In New York habe ich Fiji-Mineralwasser entdeckt. Ganz normales Wasser, von den Fiji-Inseln importiert. Wenn das nicht cool ist:

Fiji

Yahoo

Sehr erstaunt (und erfreut) war ich über die (offensichtlich permanente) Yahoo-Werbung an der Times Square. Go Yahoo, go!

Yahoo New York

Apple

Den Apple-Store an der 5th Avenue fand ich gigantisch. Sowohl den äusseren Kubus als auch die Innenausstattung:

Apple New York

Apple New York

Je länger je mehr werde ich zum Apple-Freund. Apple hat Style, da kann man sagen was man will.

XING

Zweimal musste ich an XING denken. Einmal als ich im XING-Restaurant zur Happy-Hour (immer ab 22:00) einen Cocktail schlürfte und mit Insidern mit “tsching” angestossen habe und ein ander mal als ich am Morgen aus dem Fenster geschaut habe:

Xing Restaurant

Xing New York

Coke BlaK

Leider hatte ich gerade keine Lust auf Kaffee, als ich Coke BlaK im Store gesehen habe, sonst hätte ich es probiert und Euch gesagt, wie es schmeckt:

Coke BlaK

PS: Wer ganz genau hinschaut erkennt beim obigen Yahoo-Foto Coke-BlaK Werbung auf dem Bus ;-).

Abercrombie & Fitch

Gute Namen müssen nicht immer kurz sein (siehe auch Cingular). Ich finde, dass der Schriftzug von Abercrombie & Fitch viel Style hat:

Abercrombie

Generische Namen vs. Marken

Endlich habe ich ein schönes Beispiel gefunden, warum generische Namen einfach nur uncool sind. Wenn jemand einen Computer kaufen will, würde er dies wohl eher beim folgenden Laden oder eher bei einem Laden wie Apple machen (bitte beide Bilder vergleichen)?

Computers

Apple New York

Ein Computerladen der “Computers” heisst ist wie ein Auto das sich “Auto” oder eine Suchmaschine die sich “Suchmaschine” nennt – nämlich sehr uncool.

Und natürlich muss ich noch auf ein paar meiner Schweizer Lieblingsmarken hinweisen.

Rolex

Swatch

Lindt

Diverses

An der NASDAQ hab ich gleich noch Schnappschüsse von Google und eBay gemacht:

ebay

google

Diesen “Going out of Business”-Laden an der 5th Avenue fand ich lustig (und wie man sieht, gibt es noch weitere solch uncooler Computer-Läden):

Going out of Business

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XING-Video: EveryXING new, EveryXING better

Seit kurzem ist das XING CEO-Video online. Ich finde es ausgezeichnet gemacht. Vor allem die Symbolik mit den gekreuzten Fingern könnte gewaltiges multikulturelles Potenzial haben. Ich sehe schon die XING-Events vor mir, wo alle zusammen in einem Kennenlern-Ritual die Finger kreuzen und XING schreien :-).

XING Video

Ich bin gespannt, was die openBC-Mitglieder (und vor allem die kritisch gestimmten) zum Video sagen werden.

Update
Nun hat XING auch Alexa erobert. Und auch der Reichweitengewinn von openBC ist deutlich spürbar:

Alexa Xing

Xing Alexa

PS: Das war vorläufig der letzte Beitrag zum Thema XING. Lasst uns mal ein paar Wochen Gras drüber wachsen.

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XING-Logo wurde veröffentlicht

xing-logo

Das Logo ist nun bei xing.com und xing.de zu sehen.

Wie das Logo live aussehen könnte, illustriert Arno Klein schonmal vorab:

Xing Arno

Ich find das Logo gut und implementiert sieht es ja sogar noch besser aus.

(via CIO und Beni)

Inzwischen hat Thomas Gad, der openBC beim Rebranding unterstützt, einen sehr schönen Kommentar verfasst, der die ganze Situation um XING schön zusammenfasst:

Changing names are always a traumatic process for everyone that has got attatched to a name somehow. I have helped companies do it so many times in my 20+ years of branding experience. Everytime the same things happens, first the new name feels akward, then it becomes OK, and then finally loved even by those who first were not enthusiastic. Maybe openBC is an exeption. I doubt it…since XING from my professional experience is a really great and differentiating name.

Updates

1. Langsam sickert die News Richtung Mainstream. Wann folgt Heise und Co.?

2. Die offizielle Pressemitteilung ging am späten Nachmittag des 25.9.2006 raus

3. Seit dem Abend des 25.9.2006 gibt es eine offizielle Vorschau auf XING

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XING Sala Bim: Der Tag danach

Ich hoffe, die Meisten hatten inzwischen Gelegenheit, eine Nacht über XING zu schlafen.

Diesen Beitrag möchte ich benutzen, um die gestrigen Ereignisse ein wenig zu reflektieren und gewisse Themen, die angeschnitten wurden, zu kommentieren.

Auswirkungen

Es mag vielleicht naiv klingen, aber bei meiner Veröffentlichung hab ich die Auswirkungen unterschätzt (Dietrich Dörner könnte ein Lied davon singen). Ich liebe Marken (um dies zu illustrieren: Die 500 bekanntesten Marken der Welt sind derzeit meine Nachtlektüre). Und als ich von XING erfahren habe, war die Freude über den neuen Namen so gross, dass ich es einfach nicht für mich behalten konnte und Ayom davon erzählen musste (der Thread bei Ayom hat mich im übrigen dazu inspiriert, nach eingetragenen Marken zu suchen). Ich bin überzeugt davon, dass XING openBC langfristig global in eine neue Liga katapultieren und den grossen Brands dieser Welt in nichts nachstehen wird.

Positive Auswirkungen:
- Technorati quillt über und hat XING zwischenzeitlich auf Platz 3 der meistgesuchtesten Begriffe katapultiert
- openBC kann in der geplanten Kommunikation von nächster Woche bereits sehr intensiv auf das Feedback eingehen

Negative Auswirkungen:
- Anstatt ruhiges Wochenende gibt es wahrscheinlich Überstunden in der Zentrale
- Die umfassenden Diskussionen wären bereits jetzt auf die geplante Kommunikation angewiesen. Stattdessen scheinen openBC die Hände gebunden und die dringend nötigen Erklärungen und Argumente können nicht umgehend platziert werden (meines Erachtens die verheerendste negative Auswirkung). Oder ist man bereits vorbereitet und wird bereits Anfang Woche mit der Kommunikation beginnen?

Über Ethik, Plaudertaschen und Co.

Dass mich vielleicht manche als Plaudertasche bezeichnen, kann ich ihnen nicht übel nehmen. Dass ethische Bedenken aufkommen, auch nicht. Ich bin offen für eine konstruktive Diskussion, die uns hoffentlich allen (und mir insbesondere) eine Lehre sein wird.

Stimmen

Die tolle News ist eben eine Woche vorher durchgesickert. Viele Blogger haben es bereits lange im Vorfeld selbst recherchiert und beschlossen nicht darüber zu bloggen. Wir werden nach wie vor aller Voraussicht nach Ende der Woche umfassender kommunizieren und einen ersten Einblick auf Logo und die neue Platform zeigen.

Quelle: Daniela Waschow

Leider habe ich davon nichts mitbekommen.

Remo Uherek schreibt später in als Kommentar (klingt für mich wie die Nachwirkung nach einer hochnotpeinlichen Befragung, oder Androhung von Höllenstrafen)

“Im Nachhinein frage ich mich tatsächlich, ob es gescheit war, dieses “offensichtliche Geheimnis” (Anmerkung: z.B. offene Registrierung WIPO) öffentlich auszuplaudern. Vielleicht hätte ich mich zuerst mit openBC in Verbindung setzen sollen … “

Na ja, vielleicht um OpenBC (dem Unternehmen) Gelegenheit zu geben, dazu Stellung zu nehmen, aber doch bitte hoffentlich nicht, um eine Erlaubnis für die Veröffentlichung zu erhalten …

Anlaß – vielleicht? – sich über einen Codex ‘Blogger-Ethik’ Gedanken zu machen?

Quelle

Bloggerethik, gute Idee. Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch gar keine Gedanken gemacht (ich bin ja schliesslich ein Blogging-Greenhorn, welches erst seit dem 3. August 2006 in der Blogosphäre rumschwirrt). Der Bloggers’ Code of Ethics sieht ja auf den ersten Blick ganz vernünftig aus.

Der/diejenige hat damit zwar OpenBC keinen Gefallen getan, aber Karma. Ich habe zwar keine Eisen im Feuer bei OpenBC, aber so erfährt man wenigstens auch über das Medium Blog, wem man tunlichst im one-to-one nix erzählen sollte, weil seine detektivische Ader mit ihm durchgeht :)

Quelle

Wenn man etwas unter dem Deckel halten will, sollte man vermutlich auch im one-to-one niemandem davon erzählen. Viele Menschen sind neugierig und wie man sieht genügt eine unvorsichtige Plaudertasche zur Lüftung eines Geheimnisses :-).

Kritik am Namen und meine Meinung

1. Keine Einbeziehung der Community in den Entscheidungsprozess
(u.a. Comdao)

Obwohl das natürlich sehr wünschenswert wäre, stelle ich es mir EXTREM schwierig vor. Wie will man 1.5 Millionen Menschen, die 16 Sprachen sprechen, demokratisch auf eine Linie bringen? Vergleiche dazu z.B. das Condorcet-Paradox, das Arrow-Theorem oder ganz allgemein die Public Choice Theorie. Kleines Szenario zur Veranschaulichung: Angenommen, openBC hätte 3 Namen zur Auswahl gestellt (und somit den dreifachen finanziellen Aufwand für Domainkäufe und Markeneintragungen gehabt). Und angenommen, jeder Name hätte 1/3 Zustimmung erhalten, dann wäre es egal, für welchen Namen man sich entscheidet, bei jeder Variante müsste man 2/3 der Mitglieder enttäuschen. Obwohl ein Einbezug der Community löblich wäre, finde ich, dass Branding eine Sache der Geschäftsleitung, des Aufsichtsrats und vielleicht noch allfälligen Grossaktionären sein sollte. Alles andere ist in meinen Augen Ideologie.

Wo man die Community wiederum sehr gut einbeziehen kann, ist in die Kommunikation. Leider scheint openBC derzeit nicht auf umfassende Kommunikation vorbereitet zu sein (woran ich ja offenbar nicht ganz unschuldig bin). Ich bitte alle Diskussionsteilnehmer und Kritiker bis nächste Woche zu warten und openBC eine Chance zu geben, den Schritt umfassend zu erklären.

2. XING ist nicht einzigartig
(u.a. Comdao)

Bei einem vierbuchstabigen Namen ist es heutzutage fast unmöglich, wirklich einzigartig zu sein. Ich stimme zu, dass es nicht ganz optimal ist, dass es bereits so viele verschiedene XINGs gibt. Dennoch ist die Einzigartigkeit mit den Domains xing.com, xing.de und den eingetragenen Wortmarken zumindest in den für XING relevanten Markenklassen meines Erachens gewahrt. Ausserdem bin ich überzeugt, dass früher oder später noch die restlichen relevanten Länderdomains gekauft werden können.

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Ich bin schuld am XING-Desaster bei openBC

Es ist offiziell. OpenBC heisst bald XING:
http://blog.openbc.com/2006/09/ooops.html

Mit einem Chuchichäschtli-Beitrag von gestern hat alles angefangen (bzw. genauer gesagt mit diesem Posting bei Ayom von 18:43).

[Chuchichäschtli-Beitrag von gestern 22.9.2006 von 19:16]

Das Rätselraten geht weiter.

OpenBC hat eine internationale Wortmarke die “XING” lautet. http://www.xing.de gehört der epublica GmbH (hat openBC entwickelt) und auch http://www.xing.com sieht relativ platzhaltermässig aus und wird bei Hetzner gehostet.

Auch das deutsche Markenregister scheint diese Spekulation zu bestätigen. Siehe Suchbegriff “xing”:

UG55 – Rechtsübergänge, Teilweise Rechtsübergänge
Bis: 28.07.2006
Name und Anschrift des früheren Inhabers der Marke:
XING Art Productions GmbH, 81543 München

Kein Wunder ist XING Art Productions von http://www.xing.de auf http://www.xing-art.de umgezogen ;-).

Weiss jemand etwas über XING?

PS: So bin ich darauf gekommen:
Manche Markenregister erlauben die Suche nach Inhabern. Da hab ich einfach “open business club” eingegeben (da hinter openBC ja die Open Business Club GmbH steckt) und schon hats mir XING ausgespuckt. Warum ich bei Markenregistern suche? Weil ich weiss, dass der neue Name früher oder später als Marke eingetragen wird.

Update:
Auch Google scheint diese Spekulation zu bestätigen.

Xing

[/Chuchichäschtli-Beitrag von gestern]

Underdessen war der neue Name auch schon bei den Pressemitteilungen zu sehen und wurde inzwischen wieder entfernt. Da ich die Seite noch offen hatte, hier ein Screenshot:

Xing2

Warum ich den Beitrag von gestern gelöscht habe

Ca. eine Stunde nach Veröffentlichung hat mich Benedikt angerufen, dass er von Lars Hinrichs gebeten wurde, seinen Blog-Beitrag zu entfernen. Beni hat gemeint, dass der Verdacht auf Nicolas Berg (openBC Schweiz Country-Manager) fallen könnte. Da ich den Namen aber via Wipo.int selber herausgefunden habe, wollte ich dies Nicolas gleich mitteilen, um ihn vor unliebsamen Konsequenzen zu schützen. Kaum hab ich das Telefonat mit Nicolas beendet klingelte mein Handy und Lars Hinrichs war am Apparat. Er hat mir bestätigt, dass meine Spekulationen richtig sind und der neue Name XING heissen wird. Auch wollte er wissen wie ich darauf gekommen bin und ich hab ihm den Weg via Wipo.int gezeigt. Da er mich sehr höflich darum gebeten hat, meine Beiträge bei Ayom und Chuchichäschtli zu entfernen, habe ich das gemacht. Um Spekulationen vorzubeugen: Es waren weder Drohungen noch Druck im Spiel. Das Gespräch war sehr nett und ich hab es freiwillig gemacht. Auch hat mich Lars Hinrichs um meine Meinung zum neuen Namen gebeten und mir verraten, dass XING auf chinesisch “ich kann es tun” (ausgesprochen “sching”) und auf amerikanisch “crossing” heisst. Der Name wurde schon 2004 gekauft, aber bisher hatte openBC nicht den Mut, den Namenswechsel zu wagen.

Meine Meinung zu XING

Offenbar waren meine Spekulationen zum Namen gar nicht so falsch. Dass ein sehr kurzer Phantasiebegriff gesucht wird, hab ich mir sehr gut vorstellen können. Dass der Name zusammengekauft wird, auch.

Warum XING in meinen Augen besser ist als openBC:
1. Es ist ein Phantasiename, der sich beliebig neu assoziieren lässt
2. Er ist kürzer (glaubt mir, Ihr werdet die 4 Buchstaben lieben)
3. Er eröffnet neue Wachstumschancen in den USA und in Asien (wo “openBC” ja bekanntlich nicht so gut geeignet war)

In Europa wird es vermutlich eine Weile dauern, bis man sich an XING gewöhnt hat. Auch wenn es in Europa (und insbesondere Deutschland) bestimmt die einen oder anderen Aufschreie geben wird, wage ich folgende Hypothese: In 12 Monaten wird “XING” nicht nur so normal sein wir “openBC”, sondern auch so normal wie Google, Yahoo oder eBay. Gerne bin ich bereit, in einem Jahr dieses Thema nochmals aufzugreifen.

Learnings für die Zukunft

Man darf sich fragen, warum ich den Namen überhaupt im Web veröffentlicht habe. Ganz einfach und ehrlich: Ich wollte auch mal der Erste sein, der eine grosse Geschichte enthüllt :-).

Nichts desto trotz gibt es einige Learnings, die man aus Unternehmersicht bei der Umbenennung von Unternehmen/Produkten beachten sollte:
- Die Blogosphäre ist gut im recherchieren und schnell ;-)
- Zumindest Wipo.int und Swissreg.ch erlauben eine Markensuche nach Inhabern. Da bei grösseren Projekten Marken immer schon vor dem Launch angemeldet werden, sollte man sich dessen bewusst sein und die Marken über einen Anwalt (=Treuhand-Service) registrieren lassen
- Der Google-Cache kann verräterisch sein. Unbedingt alles via robotx.txt Dicht machen. Und wenn alles nichts nützt, so schnell wie möglich via Google-Delete-Console löschen.
- Ich wollte wirklich niemandem schaden und entschuldige mich für das entstandene Chaos. Vor allem Nicolas Berg möchte ich nochmals ausdrücklich in Schutz nehmen. Er hat damit nichts zu tun. Und auch wenn dies wohl ein schwacher Trost ist: Wenn ich es nicht veröffentlicht hätte, hätte es vielleicht jemand anders getan. Und wenn nicht, dann hätten wirs nächste Woche ja ohnehin gewusst :-).

XING erobert Technorati

Schaffen wirs heute noch auf Platz 1?

Xing-Technorati

Siehe auch What’s the Buzz

XING = crossing

Der CIO-Weblog hat die Bedeutung “crossing” schön herausgearbeitet und auf Signs Up verwiesen. Wenn ich openBC XING wäre, würde ich mein Büro-Gebäude mit diesen Schildern tapezieren :-).

Xing-LlamaXing-folks Xing-GolferXing-Donkey

Kritik an XING lässt nicht lange auf sich warten

Wie erwartet (siehe oben) lässt die Kritik über den neuen Namen nicht lange auf sich warten. In den openBC-Gruppen gibt es schon heftige Diskussionen. Die Diskussionen erinnern mich sehr stark an unseren damaligen Namenswechsel von “Webmasterforum.ch” zu “Ayom” (vergleiche unsere Ankündigung und den Rückblick nach einem Jahr).

Illustrierend vielleicht zwei kleine Zitate (die man in 12 Monaten sicher auch bei XING wird anwenden können):

[Urs nach 12 Monaten] Ich war zuerst skeptisch gesinnt was den Namen Ayom betrifft. Nach einem Jahr finde ich, dass sich die Marke Ayom bestens eingelebt hat.

[PH nach 12 Monaten] Ich hielt anfangs den Namenswechsel für ausgemachten Bockmist.
Ayom war für mich fade, nichtssagend, mit dem einzigen Vorzug, dass wahrscheinlich noch alle Ayom.tld domains zu haben waren.
Jetzt muss ich gestehen, dass sich der Name Ayom gut einprägt, und der Wechsel eindeutig eine gute Sache war. Gratulation!

Obwohl ich keinerlei Einblick in die Interna von openBC habe, und man sicher nicht alles von Ayom auf XING übertragen kann, könnte ich mir dennoch gut vorstellen, dass der Namenswechsel ähnliche Charakteristika aufweisen wird wie unserer damals. Grob skizziert stelle ich es mir etwa so vor:

1. Bei Ankündigung macht der neue Name einen sehr befremdlichen, mit Unsicherheit behafteten Eindruck (da Vorhandenes, Gewohntes verändert wird und man nicht weiss, ob zum Guten oder zum Schlechten). Dies resultiert bei Manchen in Kritik und Abneigung.
2. Eine kleine Minderheit verliebt sich sofort in den neuen Namen (diese Leute sollte man als Evangelists gewinnen!)
3. Manche werden aus Wut über den neuen Namen die Community verlassen (das lässt sich wohl nicht vermeiden)
4. Mit viel Offenheit und Überzeugungsarbeit kann man viele Kritiker dazu bringen, sich dem neuen Namen zu öffnen und ihm eine Chance zu geben
5. Ein Jahr später ist die Aufregung vergessen, alle sind happy und XING ist eine etablierte Marke :-)

Lars Hinrichs nimmt offiziell Stellung

Warum der Name XING?

Wir bauen auf einen Namen, der im internationalen Wettbewerb funktioniert und bestehen kann. Im Chinesischen hat er eine tolle Bedeutung (“can do”, “es ist möglich”), für uns Europäer ist er einfach, kurz und prägnant und auch im Englischen liegt die Bedeutung auf der Hand.

Der Name muss in vielerlei Hinsicht einfach sein. Wer erinnert sicher noch an AuctionWeb oder vielleicht Cadabra? Beide Firmen waren sehr erfolgreich, jedoch haben die jeweiligen Besitzer mit Hilfe des eines Namenswechsels zwei extrem erfolgreiche Marken aufgebaut: Ebay und Amazon. Wollen wir so hoch hinaus? Ich denke, es wäre vermessen das zu behaupten. Wir wollen wachsen, keine Frage.

Damit wir das tun können, müssen wir die bestehende Plattform und die Marke weiter entwickeln – und haben jetzt die einmalige Möglichkeit diese Chance zu ergreifen und auch zu nutzen. Wir werden sehr wahrscheinlich bereits Ende November mit dem neuen Design, verbesserter Nutzerführung unter dem neuen Namen XING an den Start gehen.

Wir haben openBC als Markennamen weltweit geschützt, jedoch sehen wir vermehrt CopyCats, die gewollt oder ungewollt auf der „BC“-Welle mitschwimmen (wollen). Uns wird es somit langfristig in die Situation bringen, mit dem jetzigen Namen kein klares Markenprofil aufzubauen. So gut er auch im deutschsprachigen Raum funktioniert, der Name ist mit dem was er zukünftig leisten kann bzw. soll limitiert.

Quelle

Daniela Waschow über die Aussprache von XING

Wir halten es mit unserem Namen wie das Unternehmen Skype es tut: wir schreiben nicht vor, wie er auszusprechen ist.

Quelle

Bisher zur Auswahl stehen nach meiner Auffassung folgende Varianten: [ksing], [sching], [krossing], [tsing]

Für mich hab ich die Variante [ksing] gewählt.

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Rätselraten um neuen openBC-Namen

Sowohl die Börsengerüchte (ist das der Startschuss zur Bubble 2.0 an den europäischen Finanzmärkten?) als auch der geplante Namenswechsel sind bisher an mir vorbeigegangen (siehe z.B. Kolja). Da ich ein Markenfetischist bin, interessiert mich primär der Namenswechsel.

WirtschaftsWoche: Warum heißt das Unternehmen OpenBC? Ist das nicht ein Widerspruch zwischen freiem Zugang und der Abgeschlossenheit eines Businessclubs?

[Lars Hinrichs] Ehrlich gesagt: Mir ist nichts Besseres eingefallen. Doch der Name wird sich ändern. Er wird kürzer, internationaler. In englischsprachigen Ländern steht BC für Before Christ und open wird oft als unsicher wahrgenommen. Wir müssen einen Global Brand aufbauen. Ich werde die Kunden mit auf eine Reise der Umbenennung nehmen. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen.

(Quelle: wiwo.de)

Ich finde die Entscheidung eines Namenswechsels und des Aufbaus eines Global Brands sehr mutig, aber grundsätzlich richtig und vielversprechend. Denn ich erinnere mich an meine ersten Besuche im Jahre 2003. Der Namen „openBC“ hat einen sehr unsympathischen Eindruck auf mich hinterlassen. Er wirkte genau im Stil von „Mir ist nichts Besseres eingefallen“ eher lieblos und auch der „Club“ im Namen hat mich zu Beginn sehr misstrauisch gestimmt (da ich das Gefühl hatte, mich wolle man in einen Club hineinziehen, in den ich nicht hineinwill). Dies war auch der Grund, warum ich mich nicht sofort angemeldet und bis Januar 2004 zuwartete.

Wie könnte der neue Name aussehen? Ich tippe auf einen 4 oder 5 buchstabigen Namen mit 1-2 Silben im Stil von „Skype“ oder “Jajah”, d.h. ein völlig neu erfundenes Phantasiewort. Andere Kriterien dürften sein: Einzigartigkeit (ich glaube nicht an einen Web 2.0 Namen im Stil von Networkr), Aussprechbarkeit in allen Sprachen und Nichtvorhandensein ähnlicher Markeneintragungen.

Das Budget für den neuen Namen schätze ich auf einen 6 bis 7 stelligen Eurobetrag. Vor allem die globale Markenrecherche, globale Markeneintragungen und allfällige Domainkäufe (vielleicht kauft man sich ja auch einen knackigen 3-Buchstaber zusammen?) dürften das Portemonnaie belasten.

Ich freu mich auf einen knackigen europäisch-globalen Internetbrand und auf die bevorstehende “Reise der Umbenennung” (von der ich allerdings bisher noch nichts mitbekommen habe). Ganz cool wäre natürlich, wenn man den neuen Namen zusammen mit den Kunden kreieren würde. Aber ich stelle mir das extrem schwierig vor.

Ich wünsche dem Management viel Kreativität und empfehle ansonsten nochmals ausdrücklich Brainstore ;-)

PS: In diesem Zusammenhang empfehle ich noch das E-Book How to select and buy an elite domain name von Steve Baba (sehr gute Zusammenfassung der Themen “Domainmarkt” und “Namensgebung”). Die “Fortune 500 Blank Check Method” von Seite 50 ist eine Möglichkeit, wie so ein grosses Namensprojekt ablaufen könnte.

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